Ich liebe Waffeln! Waffeln sind für mich ein riesiger Erinnerungspool aus schönen Erlebnissen und Erinnerungen. 

In meiner Kindheit gab es oft Herzwaffeln mit Schokostreuseln, von meinen geliebten Reisen nach Belgien kenne ich die dicken, belgischen Waffeln und die Omi von meinem Freund machte jeden Samstag einen riesigen Berg duftender Waffeln.

Es ist nicht nur der Geschmack, der sich in kürzester Zeit wie ein süßer Schleier in der ganzen Wohnung verbreitet. Es ist auch das Ritual, den Teig vorzubereiten, das Waffeleisen mit Butter auszustreichen und die erste, noch warme Waffel sofort zu vernaschen. Ich brauche nicht viel zu den Waffeln, mir reicht ein zarter Hauch von Puderzucker.

Wenn ich doch mal Lust auf etwas Abwechslung habe, dann mache ich Baileys-Waffeln, die nur ganz leicht nach dem süßen Likör schmecken. Und natürlich darf eine geheime Zutat nicht fehlen, die die Waffeln schön fluffig macht und auch mein Geheimnis für perfekten Marmorkuchen ist: Sprudelwasser. Umso mehr Kohlensäure, desto besser. Und ein Gläschen Baileys zur Waffel genehmige ich mir dann auch direkt 🙂

Portionen: 8 Waffeln
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: je nach Waffeleisen und gewünschtem Bräunungsgrad ca. 3-5 Minuten

Zutaten:

  • 200g weiche Butter
  • 100g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 200g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 3 EL Sprudel
  • 2 EL Baileys (oder jeden anderen Sahnelikör)
  • Ein paar Salzkörner
  • Butter zum Ausfetten
  • Puderzucker zum Bestäuben

 

So geht’s:

Die Butter schön weiß aufschlagen und abwechselnd den mit Vanillezucker gemischten Zucker und die Eier unterschlagen, bis der Zucker geschmolzen ist. Das Mehl mit dem Backpulver mischen, sieben und löffelweiße zu der Masse geben. Den Sprudel und den Sahnelikör untermengen und ein paar Körnchen Salz dazugeben.

Den Teig ca. 10 Minuten ruhen lassen. Das Waffeleisen vorheizen, mit etwas Butter einstreichen und die Waffeln paarweise ausbacken. Die fertigen, leicht abgekühlten Waffeln mit dem gesiebtem Puderzucker bestäuben.

Tipps & Variationen:

  • Ich lasse fast jede Art von Teig vor der Weiterverarbeitung ruhen. Vor allem Mürbe- und Rührteige lasse ich mindestens 10 Minuten ruhen, damit sich die einzelnen Zutaten vermengen und der Zucker sich richtig auflöst (ausgenommen natürlich Brandteige oder Blätterteig, den ich allerdings nie selber machen würde – der Aufwand lohnt sich in Relation zum Ergebnis einfach nicht).
  • Statt Baileys eignen sich auch 2 EL von folgenden Zutaten, die Euren Waffelteig verfeinern und abwechslungsreicher machen: flüssige Schokolade, Kokosmilch, Zuckerrübensirup, Honig, Espresso, Eierlikör
  • Ein Teil des Mehls kann ersetzt werden durch zum Beispiel: gemahlene Wahlnüsse, Haselnüsse, Mandeln oder Kokosflocken. Ich ersetze das Mehl dann zu gleichen Teilen durch Nüsse oder Flocken
  • Was ich nie ersetzen würde: Sprudel, der macht den Teig nämlich schön fluffig. Sprudel benutze ich auch für meinen Marmorkuchen und natürlich für Pfannkuchen
  • Wie gesagt, ich mag Waffeln am liebsten PUR nur mit etwas Puderzucker. Eurer Phantasie sind aber keinerlei Grenzen gesetzt und ihr könnt alles draufpacken, was Euer Herz begehrt: Obst, Nuss-Nougat-Creme, Marmelade, Zimt, Sahne, Eis, heiße Kirschen, heiße Schokosauce, Zuckerstreusel und natürlich könnt ihr auch noch etwas Likör über die Waffeln gießen. Oder frisch geschlagene Sahne damit verfeinern, oder einfach alles zusammen 😉

Viel Spaß beim Waffelnbacken
Eure Guste