Was heute als »Porridge« und »Oatmeal« bekannt ist, war früher bei meiner Omi Haferflockensuppe

Ei, Ei, Ei…

Und die gab es meistens, wenn ich am Wochenende bei ihr übernachtet habe. Als Kind war ich sehr schmal und meine Omi wollte wohl, dass ich schnell was auf die Rippen bekomme. Nur so ist zu erklären, dass sie kurz, bevor die Suppe fertig war, noch ein rohes Ei reingeschlagen und nur kurz untergerührt hat. Als ich älter wurde, habe ich für süße Haferflockensuppe ohne Ei und mit Zucker plädiert, was sie gerne gemacht hat.

Back to the roots

Eine ganze Zeit habe ich diese Suppe vergessen, bis mir bewusst wurde, dass »Porrdige« und »Oatmeal« eigentlich nichts anderes als Omis Haferflockensuppe sind – nur klingt es nicht so cool. Einmal auf die Idee gebracht, habe ich wieder angefangen mir an kalten Wintertagen Omis Haferflockensuppe zu kochen und auch zum Frühstück isst sie sich ganz hervorragend. Ich habe die Suppe mit der Zeit um Früchte, Nüsse und einen Hauch Zimt erweitert. Bananen quetsche ich mit der Gabel in die Schüssel, in die auch die Haferflockensuppe kommt, wenn sie fertig ist. Jetzt im Winter taue ich gefrorene Waldbeeren auf, püriere sie und gebe sie am Ende mit in den Topf und schütte das Ganze dann über die Banane.

haferflockensuppe_zubereitung

Schnelle und einfache Zubereitung

Für eine Person nehme ich als Basis 4 Esslöffel feine Haferflocken und etwa 200ml Milch (gerne auch Pflanzenmilch). Die Suppe soll gar nicht kochen, nur schön warm werden, damit die Flocken aufquellen. Haferflocken enthalten viel Eisen und Ballaststoffe und sind in der Kombination mit Obst tolle Energielieferanten.

haferflockensuppe

Meine Omi wäre sicher verwundert, wenn sie von dieser gesunden Renaissance wüsste – würde sie aber vermutlich ablehnen und lieber ein Ei drüber schlagen und sagen »Da bin ich nicht für!«. Ich vermisse sie.